Vorturkischer Ursprung
Der Historiker Osman Gümüşçü hat angemerkt, dass Durayda der türkischen Ankunft in Anatolien
vorausgeht und unverändert erhalten geblieben ist. Der Name entspricht weder typischen türkischen
Toponymmustern (-köy, -kale, -hisar, beschreibende geografische Begriffe) noch ist er grammatikalisch
türkisch.
Osmanische Registrierung
Durayda erscheint erstmals 1500 in osmanischen Steuerregistern (BOA, TD nr. 40, S. 938) als
"Karye-i Durayda" (Dorf Durayda). Der Name taucht in Registern von 1541 (TD nr.
415, S. 135) und 1584 (Ankara Tapu Kadastro, TK nr. 113, vr. 204b) wieder auf. Diese
kontinuierliche Dokumentation über drei Jahrhunderte bestätigt die Stabilität des Toponyms.
Varianten in historischen Aufzeichnungen
- Durayda — Hauptform, in osmanischen Registern verwendet
- Muhâcir Duraydası — "Migranten-Durayda", nach der Besiedlung 1907 verwendet
- Ova Duraydası — "Ebenen-Durayda", die Lage auf der Karaman-Ebene betonend
- Karamanidenzeit: "Oraydonya Kışlağı" (Oraydonya-Weide) — möglicherweise verwandt, in der Larende-Imaret-Stiftung von 1432 erwähnt
Von Durayda zu Mesudiye (1934)
1934 wurde das Dorf unter den Dorfnamen-Reformen der Republik amtlich in Mesudiye
umbenannt — vom arabischen mes'ûd, was "glücklich, gesegnet" bedeutet. Die Umbenennung spiegelt
den Wunsch wider, dass die hier Lebenden zufrieden und in Frieden leben mögen. "Durayda" bleibt jedoch
der historisch anerkannte Name in älteren Dokumenten und in der lokalen mündlichen Tradition.