İçeriğe atla

Von Çanakkale bis Korea

Kriegsgeschichte

Für ein Dorf mit weniger als 100 Gründungshaushalten schickte Mesudiye außerordentlich viele Soldaten in vier verschiedene Kriege über ein halbes Jahrhundert: den Osmanisch-Griechischen Krieg 1897, den Ersten Weltkrieg (Fronten Jemen, Irak und Çanakkale), den Türkischen Befreiungskrieg und den Koreakrieg.

1897 — Osmanisch-Griechischer Krieg (Mehmet Cankara)

Der früheste dokumentierte Soldat des Dorfes ist Mehmet Cankara (1878-1952), der im kurzen Osmanisch-Griechischen Krieg 1897 als Kavallerist diente. Zu dieser Zeit befand sich die Karabağlar-Gemeinschaft noch in Bulgarien-Rumelien — Mehmet Cankara kämpfte von dort aus, bevor seine Gemeinschaft 1907 nach Karaman migrierte.

1915 — Çanakkale (Gallipoli): fünf Märtyrer

Nur acht Jahre nach der Gründung verlor Mesudiye in der Schlacht von Gallipoli 1915 fünf Söhne: İzzet oğlu Mehmet, Karani oğlu Ahmet, Karani oğlu Kazım, Abdullah oğlu İsmail (1887-1915) und İbrahim oğlu Mustafa (1887-1915). Die "Acht-Jahre"-Erzählung — zwischen Ansiedlung 1907 und Opfer 1915 — ist ein prägendes Element der Dorfidentität. Siehe /de/sehitler/.

Erster Weltkrieg — Jemen- und Irak-Fronten

Über Çanakkale hinaus dienten Mesudiye-Veteranen an der Jemen-Front (Abdullah Akan, Galip Ays erster Einsatz) und der Irak-Front (İbrahim Ay, Galip Ays zweiter Einsatz, bei dem er von britischen Streitkräften gefangen genommen wurde und sieben Jahre in Gefangenschaft verbrachte) und anderswo (İdris Bayraktar, der zwei Finger verlor, İsmail Bayraktar der Sanitäter, bekannt als "Pehlivan Ağa").

Türkischer Befreiungskrieg (1919-1922)

Nach seiner Rückkehr aus britischer Gefangenschaft schloss sich Galip Ay erneut dem Kampf an, diesmal an der Afyon-Front während des Türkischen Befreiungskrieges — auf seinem eigenen Pferd und Wagen. Eşref Cıvataş (Kavallerist) und İsmail Gezici (Kütahya-Dumlupınar-Front) dienten ebenfalls. Das Dorf trug überproportional zum Gründungskrieg der Republik bei.

Koreakrieg (1950-1953) — Ömer Özşahines

Ömer Özşahines (1929-2003) war Mesudiyes Koreakrieg-Veteran. Er gehörte zu nur 234 Gefangenen, die aus einer türkischen Brigade von etwa 21.000 genommen wurden, und verbrachte etwa drei Jahre in Gefangenschaft in Korea. Der Koreakrieg beendete Mesudiyes dokumentierte Kampfgeschichte.

Erinnerung und Auswirkung

Für ein Dorf, dessen Bevölkerung im 20. Jahrhundert zwischen 244 und 535 schwankte, stellt der Beitrag von 5 Märtyrern in Çanakkale und 9 dokumentierten Veteranen in vier Kriegen ein bemerkenswertes demografisches Opfer dar. Die Erinnerung an diese Verluste prägt die Dorfidentität, das Zeremonialleben und die Namen, die nachfolgenden Generationen gegeben werden.

Verwandte Seiten