Phase 1: Von Anatolien nach Rumelien (16. Jh.)
Der osmanische Staat verfolgte im 16. und 17. Jahrhundert eine gezielte sürgün-iskân-Politik (Deportation-Ansiedlung) und siedelte türkische Gruppen — insbesondere Avşar-Turkmenen aus Zentral- und Südanatolien (Karaman, Maraş, Adana, Niğde, Kırşehir, Sivas) — in neu eroberten Balkanländern an. Die Politik diente zwei Zwecken: der Befriedung unruhiger anatolischer Regionen (besonders während der Celali- Aufstände im späten 16. und 17. Jahrhundert) und der Stabilisierung der osmanischen Herrschaft auf dem Balkan durch loyale muslimische Bevölkerungen.