Gründung und Hauptstadt
Die Karamaniden stammten von Karaman Bey ab, einem turkmenischen Häuptling, der das Fürstentum 1256 nach
der mongolischen Invasion und dem Niedergang der Rum-Seldschuken gründete. Ihre Hauptstadt war Larende —
die moderne Stadt Karaman, nur 15,7 km südöstlich des heutigen Dorfes Mesudiye.
Mehmed Beys Dekret von 1277
Am 13. Mai 1277 erließ Karamanoğlu Mehmed Bey ein berühmtes Dekret, das Türkisch zur
offiziellen Sprache der Fürstentumsverwaltung erklärte — ein Meilenstein der türkischen Kulturgeschichte.
Dieses Datum wird heute jährlich in der Türkei als Türkischer Sprachtag begangen. Den
Karamaniden gebührt damit das Verdienst der ersten offiziellen Annahme des Türkischen als Staatssprache
in Anatolien.
Die sechs Herrscher
- Karaman Bey (1256-1262) — Gründer
- Mehmed Bey (1262-1278) — Türkisch-Dekret
- Güneri Bey (1278-1300)
- Mahmud Bey (1300-1319)
- İbrahim II. Bey (1419-1464) — Stiftung mit Erwähnung von Oraydonya (wahrscheinlich Durayda)
- Und weitere Herrscher in 11 dokumentierten Meilenstein-Ereignissen
Verbindung zu Durayda
Im Jahr 1432 wies Karamanid II. İbrahim Bey die "Oraydonya-Weide" (wahrscheinlich mit dem
heutigen Durayda-Toponym verbunden) als Einnahmequelle für die Larende-Imaret-Stiftung zu. Dies ist die
erste dokumentierte administrative Verbindung zwischen dem Karamaniden-Staat und dem Land, das später
das Dorf Mesudiye werden sollte — 68 Jahre vor der osmanischen Tahrir-Registrierung (1500).
Osmanische Eroberung (1467, 1487)
Mehmed II. vollendete die osmanische Eroberung Karamans 1467 und beendete die politische Unabhängigkeit
der Karamaniden. Eine nominelle karamanidische Präsenz bestand in Vasallenschaft bis 1487 fort, als das
Karaman-Gebiet vollständig in den osmanischen Staat aufgenommen wurde. Das Durayda-Land wurde dann Teil
des osmanischen Verwaltungssystems und ab 1500 in Tahrir-Registern erfasst.