İçeriğe atla

1256-1487 · 231 Jahre

Karamaniden-Beylik

Das Karamaniden-Fürstentum mit Sitz in Larende (modernes Karaman) war eines der langlebigsten anatolischen Beyliks — es überlebte 231 Jahre von seiner Gründung 1256 bis zur osmanischen Eroberung 1487. Das Gebiet des Fürstentums umfasste das Durayda-Land, aus dem später das Dorf Mesudiye werden sollte.

Gründung und Hauptstadt

Die Karamaniden stammten von Karaman Bey ab, einem turkmenischen Häuptling, der das Fürstentum 1256 nach der mongolischen Invasion und dem Niedergang der Rum-Seldschuken gründete. Ihre Hauptstadt war Larende — die moderne Stadt Karaman, nur 15,7 km südöstlich des heutigen Dorfes Mesudiye.

Mehmed Beys Dekret von 1277

Am 13. Mai 1277 erließ Karamanoğlu Mehmed Bey ein berühmtes Dekret, das Türkisch zur offiziellen Sprache der Fürstentumsverwaltung erklärte — ein Meilenstein der türkischen Kulturgeschichte. Dieses Datum wird heute jährlich in der Türkei als Türkischer Sprachtag begangen. Den Karamaniden gebührt damit das Verdienst der ersten offiziellen Annahme des Türkischen als Staatssprache in Anatolien.

Die sechs Herrscher

  • Karaman Bey (1256-1262) — Gründer
  • Mehmed Bey (1262-1278) — Türkisch-Dekret
  • Güneri Bey (1278-1300)
  • Mahmud Bey (1300-1319)
  • İbrahim II. Bey (1419-1464) — Stiftung mit Erwähnung von Oraydonya (wahrscheinlich Durayda)
  • Und weitere Herrscher in 11 dokumentierten Meilenstein-Ereignissen

Verbindung zu Durayda

Im Jahr 1432 wies Karamanid II. İbrahim Bey die "Oraydonya-Weide" (wahrscheinlich mit dem heutigen Durayda-Toponym verbunden) als Einnahmequelle für die Larende-Imaret-Stiftung zu. Dies ist die erste dokumentierte administrative Verbindung zwischen dem Karamaniden-Staat und dem Land, das später das Dorf Mesudiye werden sollte — 68 Jahre vor der osmanischen Tahrir-Registrierung (1500).

Osmanische Eroberung (1467, 1487)

Mehmed II. vollendete die osmanische Eroberung Karamans 1467 und beendete die politische Unabhängigkeit der Karamaniden. Eine nominelle karamanidische Präsenz bestand in Vasallenschaft bis 1487 fort, als das Karaman-Gebiet vollständig in den osmanischen Staat aufgenommen wurde. Das Durayda-Land wurde dann Teil des osmanischen Verwaltungssystems und ab 1500 in Tahrir-Registern erfasst.

Verwandte Seiten